Vortrag Solidarisches Wirtschaften
am 28.04.2009 in Freiburg
Wie Dharmapraxis zu einem solidarischen Wirtschaften inspirieren kann
Das Regiogeld Freitaler im Kontext der globalen Finanzkrise
Vortrag am Dienstag den 28.04.09 um 20:00 von Johannes Weiermann und Sylvia Führer mit einer meditativen Einführung von Lama Lhündrup
(Dr. Tilmann Borghardt)
Ort: Buddhistisches Zentrum, Stadtstr. 7, Freiburg-Herdern
Eintritt frei / Spenden für das Zentrum erwünscht
Johannes Weiermann ist Hauptinitiator des am 15.11.08 gestarteten Freiburger Regiogeldes
Freitaler, das sich nicht für spekulative Zwecke verwenden lässt. Sylvia Führer ist Autorin des Märchenromans "Die Münze Nuria" und Enkelin des deutsch-argentinischen Wirtschaftsreformers Silvio Gesell.
Damalige Vortragsankündigung: Die aktuelle Finanzkrise
stellt alle vor eine Lernaufgabe. Wir müssen Abschied nehmen vom Glückstraum der
Vermehrung von Geld aus Geld ohne Ende. Denn Geld aus Geld zu machen geht immer
zu Lasten anderer und ihrer Zukunft. Diese Geldmachenschaften sind ein blinder
Punkt unserer Gesellschaft und haben aus unserem Finanzsystem ein immenses Lügengebäude werden lassen, das auch der Staat nicht ewig wird halten können. Es ist daher die Frage zu beantworten: Wie können wir das Geld in seine eigentliche dienende Funktion als Tauschmittel zurückverweisen, damit ein faires und solidarisches Wirtschaften möglich wird? Das Regiogeld FreiTaler macht dies exemplarisch vor.
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 Johannes Weiermann
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Ablauf der Veranstaltung: Lama Lhündrup eröffnete den
Vortragsabend mit einer meditativen Einführung. Johannes Weiermann sprach über die Finanzkrise, ihre Brisanz, ihre tieferen Ursachen und über Auswege daraus: Wie können sich Menschen in einer Region zu einem anderen Wirtschaften zusammenschließen? Beide Referenten erläuterten die Idee der öffentlichen "Umlaufsicherung" des Geldkreislaufs, von Silvio Gesell konzipiert, die beim FreiTaler Anwendung findet.
Abschließend stellte Sylvia Führer ihren Märchenroman "Die Münze Nuria" vor.
Er zeigt kleinen und großen Leuten, wie eine Münze auflebt, wenn sie nicht mehr der Gier dienen muss, sondern soziale Verbindungen knüpfen darf, sodass die Menschen, die mit ihr wirtschaften, im umfassenden Sinne
Bodhicitta* praktizieren können.
Jeweils nach den Vortragsteilen wurde rege diskutiert und es wurden Fragen
beantwortet.
*Bodhicitta: "Geist des Erwachens" oder das Gelübde, zum
Wohle aller Wesen zu arbeiten.